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Perlenschmuck

Echte Perlen entstehen in einer Muschel oder Auster, wenn ein Fremdkörper zufällig zwischen das Muskelfleisch gerät. Oft wird geglaubt, Zuchtperlen seien eine Imitation oder gar eine Fälschung.

Die Naturperlen entstehen einfach zufällig, wenn z.B. ein Sandkorn oder ein Stück Koralle in die Auster oder Muschel gerät. Perlen zählen zu den wertvollsten Edelsteinen. Bereits seit 6000 Jahren dienen sie den Menschen als Schmuck. Da sie keine Bearbeitung benötigen, zeigen sie im Naturzustand ihren vollen Glanz, den begehrten Lüster.

 

Man unterscheidet hauptsächlich:

Perfekt runde Perlen:
Vollkommen kugelförmig.

Ganz leicht unrunde Perlen:
Dabei gestattet man Unebenheiten
bis zu 5%.

Halbbarocke Perlen:
Tropfenförmige, Boutons und ovale Perlen.

Barockperlen:
Von total unregelmäßigen Formen

Geringelte Perlen:
Mit Streifen, Bändern o.ä. rundherum.

Bei der Bewertung von Perlen haben die verschiedenen Formen auch unterschiedliche Wertigkeiten.

Größen

Bei Größenangaben misst man immer den Durchmesser einer Perle, nicht die Länge. Der Preis einer Perle steigt mit Ihrer Größe, angegeben im Durchmesser, fortschreitend in mm. Es gibt Perlen von wenigen Millimetern bis zu einer Größe von 22 Millimetern bei Südsee Perlen.

Farben

Anders als bei den Akoya Perlen, die normalerweise farblich nachbehandelt sind, ist die Farbe bei Südsee und Tahiti Perlen immer die Naturfarbe.

Bei der Körperfarbe wird jeweils der Grundton , die Farbintensität und die Farbsättigung von Perlen berücksichtigt. Bei den Akoyaperlen reicht diese Farbpalette von weiß über creme bis zartrosa.

Die Farbschattierung ist meist durch die Behandlung der Rohperlen gegeben.

Hauptfarben der Südseeperlen sind weiß, silber, rosa und gold.

Dunkle Farbtöne zeichnen die so genannten Tahitiperlen aus,
Ihre Farbpalette reicht von hellgrau, gold, schwarzgrün bis schwarz.

 

 

Lüster

Der farbige Schimmer einer schönen Perle, auch Orient genannt, resultiert aus der Lichtbrechung, welche zwischen den Kristallen des Aragonits in der Perlmuttschicht stattfindet.

Dieses Wunder macht die Perle zu einer strahlenden Kugel von durchscheinenden Umrissen.
Der Orient, ein Phänomen von Licht, das aus der Tiefe der Materie zu kommen scheint, darf nicht mit dem Lüster verwechselt werden.

Dieser ist die Lichtreflexion auf der Perloberfläche.

In einer perfekten Perle mit herrlichem Lüster kann man sich wie in einem Spiegel sehen.

 

Oberflächengüte

Die Klassifizierung nach Lüster und Reinheit der Oberfläche ist nicht so leicht mathematisch erfassbar wie die Form und Größe von Perlen.

Nach internationalem Standard werden Lüster und Reinheit zusammengefasst und in vier Güteklassen eingeteilt:

A = Ausgezeichneter Lüster, makellose Oberfläche. Perfekte Perle, die höchstens sehr kleine Fehler aufweist.

B = Guter Lüster mit einigen wenig auffallenden Fehlern (leichte Spots).

C = Schwacher Lüster, mittlere Qualität. Oberfläche mit Spots oder Narben.

D = lg (low grade) Fast kein Lüster, zahlreiche sichtbare Fehler, Oberfläche deutlich entstellt.

 

Akoya Perlen

Als Akoya Perlen bezeichnet man die klassischen japanischen, chinesischen oder koreanischen Zuchtperlen.

Da die Mutterauster nur verhältnismäßig klein ist, erreichen Akoyaperlen (Salzwasserperlen) im Allgemeinen eine Grösse von 2 bis 9 mm. Zur Herstellung einer Perlenkette werden meistens 6 - 8 mm große Akoyaperlen verwendet. Anders als bei den Südsee oder Tahiti Perlen kann hier die Beschichtungsdauer variieren.

In der Regel befinden sich die Perlen ein oder zwei Jahre in der Muschel. Die Akoya-Perle-Austern sondern sehr viel weniger Perlmutt ab als die Austern der Südsee oder Tahiti Perlen. Die Beschichtung des Perlmuttkerns ist deshalb bei den Akoya Perlen sehr viel dünner. Nach dem Ernten werden Akoyaperlmuscheln nicht wieder bekernt.

 

 

Tahitiperlen

Die Zuchtperlen der schwarzlippigen Perlauster "pinctada margaritifera" bezeichnet man als Tahitiperlen.

Sie werden nur in französisch Polynesien gezüchtet. Die Muscheln der "pinctada margaritifera" mit Ihrem grün- oder schwarzlippigen Perlgewebe wurden schon immer wegen ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften gepriesen: Die Dicke und die Qualität des Perlmutts und die Tiefe und Brillanz der Farben. Die Pinctada Margaritifera ist, was die Farbe anbelangt, die vielseitigste Auster. Die Färbung der Perle ist nicht beeinflussbar und hängt anscheinend nur von der einzelnen Muschel ab.

Es gibt keine Erkenntnisse darüber, dass in bestimmten Lagunen oder bei bestimmten Wassertemperaturen gewisse Farben häufiger auftreten, d.h. eine gewünschte Perlenfarbe ist niemals durch den Menschen "programmierbar".